+49 203 666707
u@provita-naturkost.de

Was wir eigentlich unter Naturkost verstehen

Wenn heute von Bio gesprochen wird, geht es häufig um Siegel, Zertifikate, Herkunft und die Frage, ob ein Produkt nun wirklich biologisch erzeugt wurde. Das ist wichtig. Und trotzdem ist „Bio“ für uns noch etwas anderes.

Für Ulli begann das Ganze nicht mit einem Trend und auch nicht mit dem Gedanken, irgendwann einmal ein besonders nachhaltiges Unternehmen zu führen. Als sie 1988 mit Naturkost angefangen hat, war Naturkost noch etwas ziemlich anderes als heute.

Es gab weniger Produkte, weniger Auswahl und längst nicht die Selbstverständlichkeit, mit der man heute Bio-Lebensmittel kaufen kann. Aber es gab die Überzeugung, dass es einen Unterschied macht, woher Lebensmittel kommen, wie sie erzeugt werden und was man daraus macht.

Diese Überzeugung ist geblieben.

Naturkost ist für uns keine Einkaufsabteilung

Wir kaufen nicht ein bisschen Bio und ein bisschen anderes dazu, je nachdem, was gerade günstiger oder einfacher zu bekommen ist.

Unsere Küche ist zu 100 Prozent biozertifiziert. Wir verarbeiten ausschließlich Bio-Lebensmittel.

Das klingt zunächst selbstverständlich. Ist es aber nicht immer.

Denn wenn ein bestimmtes Produkt gerade nicht in Bio-Qualität erhältlich ist, wird es bei uns nicht einfach durch konventionelle Ware ersetzt. Dann überlegen wir, was sich stattdessen daraus machen lässt.

Das verändert natürlich auch die Art zu kochen.

Man plant nicht alles Monate im Voraus und versucht anschließend, einen Einkaufszettel abzuarbeiten. Man schaut, was die Saison gerade hergibt, was die Höfe liefern und welche Produkte wirklich gut sind.

Und dann entsteht daraus das Essen.

Die Menschen hinter den Lebensmitteln

Naturkost bedeutet für uns deshalb auch, genauer hinzuschauen.

Wer baut das Gemüse an? Wo kommen Milch und Eier her? Wie werden die Tiere gehalten? Welche Höfe können wir unterstützen?

Wir arbeiten deshalb gerne mit regionalen Erzeugern zusammen. Zum Beispiel mit dem Tinthof, dessen Milch und Eier wir beziehen, oder mit anderen Höfen und Gärtnereien aus der Region.

Natürlich können wir damit nicht die gesamte Landwirtschaft verändern. Aber wir können entscheiden, wem wir unser Geld geben.

Und wir können unseren Gästen zeigen, dass hinter einem guten Essen nicht nur ein Rezept steckt, sondern auch Menschen, Tiere, Böden und Landschaften.

Fast 40 Jahre später

Wenn Ulli heute in der Küche steht, ist vieles moderner geworden. Die Geräte sind besser, die Möglichkeiten größer und die Auswahl an Lebensmitteln ist kaum mit der von 1988 zu vergleichen.

Die grundsätzliche Frage ist aber dieselbe geblieben:

Was wollen wir unseren Gästen eigentlich zu essen geben?

Unsere Antwort darauf ist ziemlich einfach.

Lebensmittel, von denen wir wissen, wo sie herkommen. Produkte, die möglichst saisonal und regional sind. Und Gerichte, bei denen man am Ende noch schmeckt, dass jemand wirklich gekocht hat.

Vielleicht ist das für uns der Kern von Naturkost.

Nicht ein Etikett. Nicht ein Trend. Und auch nicht der Versuch, alles perfekt zu machen.

Sondern eine Haltung, die sich jeden Tag aufs Neue in der Küche zeigen muss.

Seit 1988.

Kommentar verfassen

Nach oben scrollen