Palmkohl sieht ein bisschen aus, als hätte Grünkohl beschlossen, elegant zu werden. Lange, dunkelgrüne Blätter, fast blau schimmernd, leicht gekräuselt – und geschmacklich deutlich feiner als sein rustikaler Verwandter. In Italien heißt er Cavolo nero und ist dort seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Küche. Bei uns taucht er langsam, aber sehr zuverlässig, in den Winterkisten auf. Zum Glück.
Warum wir Palmkohl so mögen
Palmkohl ist ein echtes Wintergemüse: robust, frosthart und voller Geschmack. Kälte tut ihm gut – sie macht ihn milder und leicht süßlich. Gleichzeitig bringt er eine angenehme, herbe Tiefe mit, die wunderbar zu deftigen, aber auch zu überraschend leichten Gerichten passt.
Und ganz nebenbei ist er auch noch ein kleines Nährstoffwunder: reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Aber keine Sorge – wir mögen ihn nicht wegen der Vitamine, sondern weil er einfach gut schmeckt 😉
Was Palmkohl in der Küche kann
Das Schöne am Palmkohl: Er ist vielseitig, ohne beliebig zu sein.
- fein geschnitten und kurz angebraten als Pasta-Begleiter
- langsam geschmort in Eintöpfen und Suppen
- grob gehackt, mit Knoblauch und Olivenöl, als Beilage zu Kartoffeln oder Polenta
- oder etwas moderner: geröstet aus dem Ofen, fast wie Chips
Im Vergleich zu Grünkohl braucht Palmkohl weniger Garzeit und bleibt trotzdem angenehm bissfest. Er zerkocht nicht so schnell und behält Struktur – ideal also auch fürs Catering.
Saisonal, regional gedacht
Palmkohl passt perfekt in unsere Winterküche. Er wächst in der kalten Jahreszeit, kommt ohne lange Lagerzeiten aus und lässt sich gut aus regionalem Anbau beziehen. Genau die Art von Gemüse, die wir mögen: ehrlich, saisonal und ohne großes Tamtam.
Unser Fazit
Palmkohl ist kein Trendgemüse – eher ein stiller Star. Einer, der nicht laut sein muss, um zu überzeugen. Wer ihn einmal richtig zubereitet hat, will ihn im Winter nicht mehr missen.
Und wir? Wir freuen uns jedes Jahr ein bisschen, wenn er wieder da ist.
