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Wenn das Kalb bei der Mutter bleibt

Es gibt Momente, in denen Landwirtschaft plötzlich ganz konkret wird.
Nicht abstrakt. Nicht als Siegel. Sondern als Haltung.

Wir arbeiten seit Jahren mit dem Tinthof und dem Schanzenhof zusammen – zwei Demeter-Betrieben, die einen besonderen Weg gehen:
Sie ziehen ihre Kälber mutter- bzw. ammengebunden auf.

Was bedeutet das eigentlich?

In der konventionellen – und oft auch in der biologischen – Milchviehhaltung werden Kälber kurz nach der Geburt von der Mutter getrennt. Das hat wirtschaftliche Gründe: Die Milch soll vermarktet werden.

Auf dem Tinthof und dem Schanzenhof ist das anders.
Dort bleiben die Kälber bei der Mutter oder bei einer Ammenkuh. Sie trinken an der Kuh. Sie wachsen im Herdenverband auf. Sie lernen Sozialverhalten. Und ja – das bedeutet auch: weniger Milch für den Verkauf.

Für die Betriebe ist das aufwendiger.
Es braucht mehr Organisation, mehr Stallmanagement, mehr Geduld.
Und es bedeutet ganz klar: Wirtschaftlichkeit wird nicht maximal ausgereizt.

Warum ist uns das wichtig?

Weil wir glauben, dass Tierwohl mehr ist als ein Schlagwort.
Weil wir wissen möchten, woher unsere Milch kommt.
Und weil wir finden, dass Lebensmittel wieder eine Geschichte haben dürfen.

Wenn wir Milchprodukte von diesen Höfen verarbeiten – in unseren Backwaren, in Desserts oder im Catering – dann steckt dahinter genau diese Entscheidung.

Nicht perfekt.
Nicht romantisch verklärt.
Aber bewusst.

Wir finden: Das ist ein Unterschied, den man schmeckt – und vor allem ein Unterschied, den man vertreten kann.

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